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Welches Sägeblatt ist das richtige?

„Der perfekte Schnitt ist entscheidend“

Beim Kauf einer Kappsäge gehört das Sägeblatt normalerweise zum Lieferumfang dazu. Doch was tun wenn Aufgrund von Verschleiß ein neues Sägeblatt her muss. Wo steht bei meiner Kappsäge welches Sägeblatt ich eigentlich brauche?

Hier zeige ich dir, worauf es beim Kauf eines Sägeblatts für die Kappsäge ankommt.  Was muss ich beim Kauf eines neuen Sägeblatt´s  beachten und für welchen Einsatzzweck ist das Sägeblatt überhaupt am besten geeignet?


Kappsäge welches Sägeblatt gibt es?

Kappsägen werden meistens zum Bearbeiten von Holz, Parkett und Laminat eingesetzt. Will man Gegenstände aus Metall oder Kunststoff mit der Kappsäge bearbeiten sollte man das entsprechende Sägeblatt verwenden.Wann bei einer Kappsäge welches Sägeblatt zum Einsatz kommt ist also auch immer vom Material des Werkstücks abhängig.

Man unterscheidet Sägeblätter in zwei Arten: die einfachen CV-Sägeblätter und die robusten HM-Sägeblätter.

CV-Sägeblätter = Chrom Vanadium Sägeblatt

Es handelt sich hier um die einfachste Form von Sägeblättern.In einem einfachen Prozess werden Körper und Zähne aus Stahl gefertigt, was sich wiederum im günstigen Preis widerspiegelt.

Das CV-Sägeblatt ist nicht sonderlich hitzebeständig und muss dadurch bei häufigem Gebrauch regelmäßig nachgeschärft werden, da die Zähne sonst schnell sehr stumpf werden. Diese Sägeblätter verwendet man für den Zuschnitt von Weichhölzer wie zB. Kaminholz.

HM-Sägeblätter = Hartmetall Sägeblatt

HM-Sägeblätter oder auch manchmal als HW Sägeblatt (Hartmetall-Werkstoff) bezeichnet ist wesentlich robuster in seinem Aufbau als ein CV Sägeblatt.

Die HM-Sägeblätter bestehen aus einem Stahlkörper den man als Stammblatt bezeichnet. Auf dieses Stammblatt sind die speziellen Hartmetallzähne (Widiazähne) aufgelötet.  Die Herstellung ist dadurch deutlich aufwendiger was sich natürlich im Preis wiederspiegelt.

Allerdings sind die HM-Sägeblätter durch die einzigartige Verarbeitung deutlich langlebiger, hitzebeständiger und bleiben auch länger scharf. So zahlt sich der höhere Anschaffungspreis schnell wieder aus.


Spanraum und Spanwinkel:

Den Zwischenraum zwischen 2 Zähnen bezeichnet man als Spanraum.

Schneidet man Holz entlang der Holzfaser auf (sägt also mit der Holzfaser) würde ich immer ein Sägeblatt mit großen, wenigen Zähnen benutzen. Damit ist auch der Spanraum groß genug.

So vermeidet man, dass der Spanraum sich mit Spänen zusetzt, sich das Sägeblatt erhitzen kann und im schlimmsten Fall unbrauchbar wird.

In der Regel schneidet man bei Arbeiten mit der Kappsäge gegen die Holzfaser. Ich empfehle daher ein Sägeblatt mit vielen und kleinen Zähnen damit die Schnittkante sauber, präzise und ausrissarm bleibt.

Der Spanwinkel ist ein weiteres Merkmal, er kann sowohl positiv als auch negativ ausfallen.. Bei Holzsägeblättern ist der Spanwinkel immer positiv, die Zähne also nach vorn geneigt. Dadurch treibt das Sägeblatt in das zu bearbeitende Werkstück und man benötigt einen geringeren Kraftaufwand.  Der Sägefortschritt geht hier schnell. Ist der positive Spanwinkel zu groß nimmt allerdings auch der Ausriss an der Schnittkante zu.

Ist der Spanwinkel hingegen leicht negativ, wird das Werkstück in einem flachen Winkel getrennt. Dies findet man häufig bei Metall-Sägeblättern.


Grobzahn, Universal oder Feinzahn?

 

Grobzahn Sägeblätter finden bei Kappsägen normalerweise seltener Verwendung. Besonders gut eignen sich diese Sägeblätter für grobe, schnelle Arbeiten, beispielsweise zum Schneiden von Kaminholz.

Das Universalzahnsägeblatt ist zumeist Bestandteil des Lieferumfangs, wenn eine Kappsäge gekauft wird. Grundsätzlich kann man mit den Universalzahnsägeblättern bei einem geringen Ausriss die unterschiedlichsten Werkstoffe aus Holz bearbeiten.

Für den exakten und nahezu ausrissfreien Zuschnitt empfehlen sich immer die Feinzahnsägeblätter. Hier wird gegen die Holzfaser gesägt. Hervorragend eignen sich die Sägeblätter mit einer feinen Zahnung auch für die Bearbeitung von furnierten und beschichteten Werkstoffen.


Darf ich ein Kappsäge Sägeblatt umdrehen?

Wie auch immer bei der Kappsäge welches Sägeblatt zum Einsatz kommt, auf die durch einen Pfeil gekennzeichnete Drehrichtung ist in jedem Fall zu achten. Damit Kappsäge und Sägeblatt einwandfrei und effizient arbeiten, ist es wichtig, dass das jeweilige Kappsäge Sägeblatt auch ordnungsgemäß eingelegt wird.

Sägeblätter sind schließlich auf einem bestimmten Einsatzzweck ausgerichtet. Wer ein Sägeblatt einfach umdreht, riskiert damit, dass nicht nur das Sägeblatt, sondern die komplette Kappsäge kaputt geht. Zusätzlich besteht hierbei natürlich auch noch eine erhöhte Verletzungsgefahr.

Durchmesser und Bohrung

Hier gibt es, wie sollte es auch anders sein, auch die unterschiedlichsten Größen. Bei welcher Kappsäge welches Sägeblatt das richtige ist findet man oft in der Gebrauchsanweisung. Sollte diese nicht zur Hand sein kann man auch eine Schieblehre oder zur Not auch einen Zollstock benutzen um die Maße vom alten Sägeblatt zu ermitteln.Somit bringt man auch in Erfahrung bei welcher Kappsäge welches Sägeblatt das richtige ist. Bei der Bohrung empfehle ich besonderst Sorgfalt wallten zu lassen, stimmt diese nicht kann es zu einen unruhigen Lauf oder zur Zerstörung der Maschine kommen. Es gibt zwar die verschiedensten Adapter Ringe, ich würde aber immer auf die Originalgröße zurückgreifen. So ist garantiert, dass das Sägeblatt Passgenaue auf die Antriebswelle zu setzen ist.


Besonderheiten bei NE-Metallen

Soll mit einer Kappsäge nicht nur Holz geschnitten werden, sondern auch Metall, dann gilt es dies bereits bei der Anschaffung der Kappsäge zu beachten. Denn klassische NE Kappsägen – hierbei steht das NE für Nichteisen – sind hauptsächlich auf den Zuschnitt und die Bearbeitung von Werkstoffen als Nichteisen geeignet.

Allerdings eignen sich einige besonders gute Modelle, wie beispielsweise die Metabo KGS 315 Plus* Kapp- und Gehrungssäge dazu, auch Leichtmetalle wie Aluminium zersägen.

Wichtig bei der Bearbeitung von Werkstoffen aus Aluminium mit einer einfachen NE Kappsäge: man sollte besonders achtsam und mit Bedacht vorgehen. Damit ein Rückstoß und ein damit verbundener Unfall vermieden wird, außerdem sollte darauf Wert gelegt werden, dass der Sägekopf besonders langsam abgesenkt wird.

Außerdem gilt es natürlich beim Zerschneiden von Aluminium und vergleichbaren Materialien auch ein entsprechendes NE Sägeblatt in die Kappsäge einzusetzen.

Andere härtere Metalle, wie zum Beispiel Stahl, sollten nicht mit einer herkömmlichen NE Kappsäge bearbeitet werden, da hierbei das Risiko einer nachhaltigen Beschädigung der Kappsäge besteht. Ferner nimmt der Anwender selbst wieder das Risiko eines Unfalls in Kauf.

Ist es beim Kauf absehbar, dass insbesondere Metalle bearbeitet und zersägt werden sollen, dann sollte der Nutzer sich direkt für eine Kaltkreissäge oder auch Metallkappsäge entscheiden.


Sägeblatt für die Kappsäge auswählen: So geht’s!

Grundsätzlich macht man mit einem Universalblatt erst einmal nichts verkehrt. Schlussendlich entscheidet aber immer der Einsatzzweck über die richtige Wahl.

Für besonders feine Arbeiten und Zuschnitte ohne Ausriss sollte der Anwender sich vom Universalzahnsägeblatt verabschieden und lieber auf ein Feinzahnsägeblatt vertrauen. Denn, je mehr Zähne das Blatt aufweist, desto feiner und sauberer können die Werkstoffe be- und verarbeitet werden – insbesondere auch furnierte und beschichtete Werkstoffe.

Für alle Metallarbeiten empfiehlt es sich ferner, unbedingt ein entsprechendes NE Kappsäge Sägeblatt zu nutzen. Wer besonders lange Freude an Sägeblatt und Kappsäge haben möchte, der sollte immer zu den etwas teureren HM Sägeblättern greifen.

Daher empfiehlt es sich auch am besten das ideale Sägeblatt für jeden Einsatzzweck im Werkzeugkoffer oder Werkzeugschrank zu haben. Da es aber wie so oft nicht die eine perfekte Lösung für alle Arbeiten gibt, sollte jeder sich für alle einfachen, groben Schneidearbeiten in Längsrichtung ein Sägeblatt mit 24 Zähnen zulegen.

Für die sauberen Schnitte mit wenig bis gar kein Ausriss eignet sich ein Sägeblatt mit 40 Zähnen und schlussendlich für die Bearbeitung von Harthölzern und Leichtmetallen wie Aluminium ein Sägeblatt mit 60 Zähnen und einer negativen Zahnstellung.

Grundlegend gilt;

Das Sägeblatt was im Lieferumfang enthalten ist genügt meist für herkömmliche Anwendungen, allerdings für besonders präzise Zuschnitte oder beschichtete/furnierte Werkstoffe empfehle ich ein Feinzahnsägeblatt.

Fausregel: Höhere Anzahl Zähne = präziserer, sauberer und ausrissfreier Zuschnitt.

Fazit: Lieber ein paar Euro mehr investieren, dann stimmt auch das Ergebnis!

Eine gute Anlaufstelle für die Auswahl eines Sägeblattes ist auch der Amazon Sägeblattfinder*.